Projekt ALINA: Praxisnahe Forschung in der Kfz-Werkstatt |
| 09.12.2025 |
Wie gelingt moderne Ausbildung im Handwerk angesichts von Fachkräftemangel, sprachlichen Barrieren und einer immer vielfältigeren Auszubildendengruppe? Dieser Frage geht derzeit das Projekt ALINA (Adaptiver Lernassistent für Intelligente Nachwuchsausbildung) nach. Ziel des Projekts ist es, einen KI-gestützten Chatbot für die überbetriebliche Ausbildung zu entwickeln, der Lernende individuell begleitet, sie sprachlich und fachlich unterstützt und sich flexibel an ihre Bedürfnisse anpasst. Dabei kann ALINA in unterschiedliche Rollen schlüpfen – etwa als digitale Fachausbilderin, Organisationshilfe oder Lernpartnerin – und den Auszubildenden bei fachlichen Fragen, Verständnisproblemen oder organisatorischen Anliegen zur Seite stehen.
Ein zentraler Baustein bei der Entwicklung von ALINA ist die Orientierung am realen Ausbildungsalltag. Um genau diesen besser nachvollziehen zu können, war Jan Spilski vom Center for Cognitive Science der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) zu Gast im bbz. Zwei Tage lang begleitete er den Unterricht in der Kfz-Werkstatt, führte Gespräche mit Auszubildenden und dem Ausbilder und beobachtete typische Lern- und Arbeitssituationen. Dabei sammelte er wertvolle didaktische und empirische Erkenntnisse, die nun in die Entwicklung des Chatbots mit einfließen.
Gefördert wird das Projekt „ALINA“ im Rahmen der Initiative für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung (INex-ÜBA) des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).


